Aktuelle Termine der Europa-Union Kassel

Datum Uhrzeit Veranstaltung Ort
18.05.2022 17.00 JEF-Stammtisch Café Nordpol, Gottschalkstraße 12, 34127 Kassel
28.05.2022 ??? eintägiger Besuch des Hansetages, Kontaktpflege Danzig Neuss
10.06.2022 13.00 Preisverleihung Europäischer Wettbewerb Kasseler Rathaus
14.06.2022 19.00 2. Großes Organisationstreffen für die EBB 2022 Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstraße 3
15.06.2022 16.00 Planung der Veranstaltungsreihe 2023 mit dem Ev. Forum
21.06.2022 19.00 Aktiven-, Interessierten- und Vorstandssitzung Wilhelmshöher Weg 67
25.06.2022 11.00 Jahresempfang Landhaus Meister, Fuldatalstraße 140, 34125 Kassel
09.07.202210-16 Landesversammlung Stadthalle Kronberg im Taunus  
12.07.2022 19.00 Aktiven-, Interessierten- und Vorstandssitzung Ort folgt
XX.07.2022 ??? Veranstaltung zu Flucht und Migration weitere Infos folgen
16.08.2022 19.00 Aktiven-, Interessierten- und Vorstandssitzung Ort folgt
01.09.-04.09.2022 ganztägig Europäische Bürgerbegegnung 2022 Kassel
13.09.2022 19.00 Aktiven-, Interessierten- und Vorstandssitzung Ort folgt
24.09.2022 11.00 Jahreshauptversammlung Schauenburg
8.-9.10.2022 ganztägig 65. Bundeskongress Augsburg
18.10.2022 19.00 Aktiven-, Interessierten- und Vorstandssitzung Ort folgt
Dezember 2022 ??? Kirchditmolder Weihnachtsmarkt weitere Infos folgen

 

Spendenkonto mit der IBAN DE 46 5205 0353 0203 0018 77 bei der Kasseler Sparkasse (HELADEF1KAS)

 


 

1. bis 4. September: Europäische Bürger­begegnung 2022

Vom Donnerstag, 1. September, bis Sonntag, 4. September 2022, findet die zweite Europäische Bürgerbegegnung in Kassel statt.

Die Anmeldung wurde freigeschaltet: Klicke Sie hier, um sich anzumelden!

Unterkünfte melden: Klicken Sie hier, um Gastfamilie zu werden.

Wir können es kaum noch erwarten, Sie in Kassel zu begrüßen! Wenn SIe schon vorab Fragen haben, wende Sie sich gerne an office(at)kassel-ebb.eu.

 

Werbevideo und Flyer

Gerne können Sie unseren Trailer und die Flyer verbreiten. Auf unserer Webseite gibt es den Infoflyer in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch): https://kassel-ebb.eu/?page_id=711&lang=de

 


 

Europawoche 2022: Europäische Bürgerdiskussion Online

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der Tag der Befreiung mahnt, dass Frieden nicht einfach geschieht, sondern hergestellt und gesichert werden muss.

Am 5. Mai 1949 wurde der Europarat mit dem Ziel der Festigung des Friedens gegründet. 73 Jahre später hat der Europarat Putin-Russland wegen des völkerrechtswidrigen Überfalls auf die Ukraine ausgeschlossen.

Am 9. Mai 1950 erklärte der französische Außenminister Robert Schuman seinen Plan für die Montanunion. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl als Keimzelle für die EU zeigt, dass die Voraussetzung für Frieden in Europa mehr Europäisierung ist.

Unseren Beitrag für die Europa-Woche, die Europäische Bürgerdiskussion zum Angriff Putins auf die Ukraine, die Demokratie und das vereinte Europa haben wir im Offenen Kanal aufgezeichnet. Die Aufzeichnung finden Sie:

Armin Ruda und das OK-Team haben die Sendung toll aufgezeichnet und aufbereitet. Bitte teilen Sie die Diskussion zeitnah in Ihren Kanälen.

Während der Europäischen Bürgerbegegnung (EBB) vom 1. bis 4. September 2022 wollen wir diese Diskussion mit Ihnen und möglichst vielen europäischen Freundinnen und Freunden fortsetzen. Das aktuelle Programm, Infos zur Anmeldung und Gastfamilie finden Sie online.

 


 


Rückblick auf die Europäische Bürgerreise ins Elsass

Europa-Union pflanzt Bäume im Landkreis Kassel

Landkreis Kassel. Im März war Spatenstich für das Projekt „Fest verwurzelt in Europa – Offen für die Welt“. In den ersten Gemeinden des Landkreises Kassel wurden Baumpflanzungen vorgenommen, den Anfang machten Grebenstein, Lohfelden, Baunatal und Naumburg. Für Herbst 2022 sind bereits zwei weitere Standorte in Habichtswald und Kaufungen in Planung.

Die Durchführung wurde möglich durch eine Kooperation der Europa-Union Kassel mit dem Gartencenter Meckelburg sowie dem Landkreis Kassel und seinen Gemeinden. Die Bäume werden vom Gartencenter Meckelburg gespendet, während die Europa‐Union die Kosten für die Bänke und Erinnerungsplaketten trägt. Der Landkreis Kassel koordinierte die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die die Baumpflege übernehmen.

Europa steht im Jahr 2022 vor vielen Herausforderungen. Zwei davon sind: Solidarität und Klimawandel, Kernbereiche, in denen wir alle schnell und auf vielfältige Weise handeln müssen. Das Projekt greift diese Herausforderungen mit drei Säulen auf: Der Baum als Symbol des Lebens, der Kraft und Verwurzelung, die Sitzbank als Symbol für den Austausch mit anderen und Einladung zum Verweilen, Nachdenken und Genießen in bewegten Zeiten sowie die Kooperation aller Beteiligten an diesem Projekt für Solidarität und unser Europa von Morgen.

„Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, wird die Bedeutung europäischer Werte umso deutlicher. Ein friedliches Miteinander sollte in unser aller Interesse sein“, betont Wilburg Kleff, Pressestelle Landkreis Kassel, zur Bedeutung der Aktion. Lukas Kiepe, der Vorsitzende der Europa-Union, sieht in den Bäumen ein Zeichen für den Frieden in Europa: „Diese Bäume werden noch stehen, wenn die Waffen wieder schweigen. In den nächsten Jahrzehnten wird mit den Bäumen auch der Frieden in Europa wachsen und blühen.“ Das Engagement der beteiligten Gemeinden stimmt hoffnungsvoll: Über den Gräben zweier Weltkriege entstanden im Landkreis Kassel mehr als 40 Städtepartnerschaften in 10 Ländern. Europa ist kein Ort. Europa ist ein Zuhause.

Um die Auslagen in Höhe von bisher 2.600 Euro im Rahmen dieses zukunftsorientierten Projektes auf möglichst viele Schultern zu verteilen, ist eine Unterstützung in Form von Geldspenden (für die Sie selbstverständlich eine Quittung erhalten) unter dem Stichwort „Europabank“ auch sehr willkommen.

Europa-Union Kassel e.V.
Stichwort: Europabank
IBAN DE 46 5205 0353 0203 0018 77
Kasseler Sparkasse (BIC: HELADEF1KAS)

Weitere Informationen zum Projekt bietet die Informationsbroschüre, in der Sie nicht nur eine ausführliche Projektbeschreibung finden, sondern der Sie auch entnehmen können, in welchem Umfang sich grundsätzlich alle Kooperationspartner einbringen und welche Baumarten zukünftig in den Landkreisgemeinden ein Zuhause finden.

Mit Material von: www.landkreiskassel.de/pressemitteilungen/2022/maerz/in-europa-verwurzelt.php

 


 

Rückblick auf den Workshop "Geschichte im Dialog" in Danzig

Fachkräfteprogramm für die Multiplikatoren der internationalen Jugendarbeit
„Geschichte im Dialog”
23.-27. März 2022 / Europäisches Solidarność Zentrum

Vom 23. bis 27. März fand im Europäischen Solidarność Zentrum in Gdańsk der Workshop „Geschichte im Dialog – ein deutsch-polnisches Fachkräfteprogramm für Lehrkräfte und Fachkräfte aus der außerschulischen Jugendarbeit“ statt. Die Träger des Programms waren die Europa Union Kassel e.V und der Verein „Warto być przyzwoitym“ [„Es lohnt sich anständig zu sein“] aus Gdańsk, die Schirmherrschaft übernahm die deutsche Generalkonsulin, Dr. Cornelia Piper. Die Idee zum Workshop entstand während einer Bürgerreise der Europa Union nach Gdańsk im Herbst 2021. Zu den vielen Begegnungen dort gehörte auch ein Treffen mit Mitgliedern des Vereins „Warto być przyzwoitym“, der sich für das Bekanntwerden des Gedankengutes von Prof. Władysław Bartoszewski einsetzt. Wir wollten gemeinsam den 100. Geburtstag des Professors feiern in dem wir etwas veranstalten, was seine Botschaft von Versöhnung und Völkerverständigung verwirklicht. So entstand die Idee eines deutsch-polnischen Workshops zum Thema „Geschichte im Dialog“. Daran nahmen 34 Personen (jeweils 17 aus Deutschland und Polen) teil, sie wurden begleitet von 2 Dolmetscherinnen, 4 externen
Referent*innen und Zeitzeugen.

Das auf 3 Tage ausgelegte Programm war sehr dicht, was nicht zuletzt am Veranstaltungsort lag. Gdańsk ist eine Stadt in der die Geschichte, insbesondere die Geschichte des 20. Jahrhunderts, greifbar ist. Das erste Highlight erfolgte sofort zu Beginn, als uns der legendäre Gewerkschaftsführer, Friedensnobelpreisträger und ehemalige Präsident Polens Lech Wałęsa besuchte (eine Aufnahme ist hier zu finden)

Anschließend führte Prof. Robert Traba mit einem Vortrag mit dem Titel „Ein Jahrhundert der Extreme. Die Bedeutung der Geschichte im internationalen Dialog“ ins Thema ein. Als Experte für das Thema Erinnerungsorte sensibilisierte er die Zuhörer für die Vielfalt der Perspektiven in Hinblick auf bestimmte geschichtliche Ereignisse, die durch verschiedene Völker als wichtig angesehen und doch unterschiedlich gedeutet werden.

Diese Vielfalt der Perspektiven und Erzählungen wurde bei der Besichtigung der Ausstellung im Museum des 2. Weltkrieges deutlich. Vor allem die Teilnehmenden aus Deutschland berichteten, dass sie viel Neues über den Krieg erfuhren und eigentlich viel mehr Zeit für das Museum bräuchten. Eine besondere Brisanz erhielt dieser Besuch vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine. Eine Teilnehmerin formulierte es so: „War Putin hier und hat eine Checkliste erstellt, was in der Ukraine zu tun ist und arbeitet sie jetzt ab? Mich fröstelt, ich dachte, ich werde über solche Ereignisse nur als über die Geschichte reden und jetzt sind es die Tagesthemen.“

Etwas praktischer wurde das Thema in dem Workshop von Małgorzata Chachaj aufgegriffen. In Übungen und anschließenden Auswertungsgesprächen wurde deutlich, wie sehr die kulturellen Werte die Wahrnehmung und Bewertung verschiedene Ereignisse beeinflussen.

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmenden die Impulse aus dem Vortrag von Professor Traba, von den Wahrnehmungen aus der Begegnung mit Lech Walesa sowie die Entdeckungen im Museum des II. Weltkrieges in die Erarbeitung eines Unterrichtsentwurfes in gemischten, deutsch- polnischen Arbeitsgruppen einfließen lassen. Die Arbeitsgrundlage bildete das von der deutsch-polnischen Schulbuchkommission erarbeitete Lehrwerk „Europa. Unsere Geschichte“, Band 4. Die wichtigsten Prinzipien des zukunftsweisenden Geschichtsbuches sind Kontrastivität und Perspektivwechsel. Dadurch entsteht sehr viel Raum für die Meinungsfindung für Lehrer wie Schüler. In den fünf Arbeitsgruppen wurde dieser Raum für einen geradezu leidenschaftlichen Dialog zwischen den polnische Lehrern und den deutschen Studenten und Lehrkräften genutzt. Hier konnte das Verständnis für den jeweils anderen Standpunkt und Erklärungsmuster entstehen. Hier war die Basis für die Entfaltung einer dialogischen Erinnerungskultur im europäischen Kontext spürbar geworden. Die geschickte Einführung in diese Arbeitspause und Moderation in allen Etappen lagen in den Händen des erfahrenen Geschichtsdidaktikers Volker Habermaier.

Am Nachmittag führte Agnieszka Piórkowska, die Leiterin der Bildungsabteilung des Europäischen Solidarność Zentrums durch die Ausstellung, in der das Leben in einem kommunistischen Land, die Geschichte der Solidarność Bewegung und die Ereignisse der Wendezeit dargestellt werden.

Dies war eine gute Vorbereitung für den Abend, an dem wir auf Einladung des deutschen Generalkonsulates in der Tawerna Mestwin bei guter kaschubischer Küche einen sehr persönlichen Bericht von Lech Norbert Kosiak, einem Aktivisten der Solidarność Bewegung in den 80er Jahren, lauschen konnten.

Zum Schluss zeigte Dr. Judyta Bielanowska in ihrem Vortrag „Instrumentalisierung der Geschichte für politische Zwecke“ wie wichtig das Geschichtsbewusstsein für die Identitätsbildung ist und warum es so anfällig für Manipulation ist, wodurch sie eine sehr intensive Diskussion anregte.

Den großen Abschluss bildete das Konzert „Solidarität mit der Ukraine“, das vom deutschen Generalkonsulat in Danzig veranstaltet wurde und zu dem die Teilnehmenden eingeladen wurden.

Das Programm war also sehr intensiv, was die Teilnehmenden einerseits sehr positiv bewerteten, andererseits aber durchaus Erschöpfung signalisierten und baten, es bei einer Fortsetzung auf mehrere Tage aufzuteilen.

Die Teilnehmenden knüpften konkrete Kontakte untereinander, es wurden Pläne für gemeinsame Projekte geschmiedet und die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits eingeleitet worden.

Das Projekt wurde durch die Sanddorf Stiftung und das Deutsch-Polnische Jugendwerk gefördert.

 


 

75 Jahre Europa-Union Deutschland

Am 9. Dezember feiert die überparteiliche Europa-Union Deutschland ihr 75. Jubiläum. „Seit unseren Anfängen haben wir uns das Ziel eines europäischen Bundesstaates auf die Fahnen geschrieben und den europäischen Integrationsprozess Schritt für Schritt von bürgerschaftlicher Seite aus begleitet. Heute sind wir unserem politischen Ziel so nah wie lange nicht mehr“, sagt Prof. Dr. Hermann Heußner, Vorsitzender der Europa-Union Kassel.

„Im Koalitionsvertrag verspricht die neue Bundesregierung, dass sie sich für einen verfassungsgebenden Europäischen Konvent einsetzen wird, der unmittelbar auf die seit Mai laufende Konferenz zur Zukunft Europas folgen und zu einem föderalen europäischen Bundesstaat führen soll. Das entspricht genau unseren Forderungen und ist ein großer Erfolg“, erklärt Prof. Dr. Heußner. „Was hätten wir uns Schöneres zu unserem 75. Gründungsjubiläum wünschen können!“, freut sich der Kreisverbandsvorsitzende.

Die Konferenz zur Zukunft Europas lädt Bürgerinnen und Bürger ein, sich über ihre Vision eines künftigen Europas auszutauschen. Die Diskussionen finden im Konferenzplenum, in europaweiten Bürgerforen und auf der mehrsprachen Online-Plattform https://futureu.europa.eu statt, auf der sich jede und jeder einbringen kann. Die Europa-Union werde die Konferenz weiter aktiv mit Aktivitäten und Beiträgen begleiten, kündigt Prof. Dr. Hermann Heußner an. Ihre Ergebnisse müssten die Grundlage eines neuen Europäischen Verfassungskonvents sein. „Wir werden unsere Brückenfunktion zu den Bürgerinnen und Bürgern nutzen, um für die nötige Unterstützung dieses großen Projekts zu werben, die es für dessen Gelingen braucht“, so Prof. Dr. Heußner.

Die überparteiliche Europa-Union Deutschland (EUD) wurde am 9. Dezember 1946 als deutsche Sektion der Union der Europäischen Föderalisten (UEF) in der niedersächsischen Stadt Syke gegründet. `Eine auf föderativer Grundlage errichtete europäische Gemeinschaft´ war das Kernziel des Hertensteiner Programms, dem Grundsatzdokument von EUD und UEF.