Deutsch-polnisches Bürgerforum in der Europa-Union Kassel e.V.

Wer wir sind?

Wir sind eine Gruppe von Mitgliedern der Europa-Union Kassel e.V. mit besonderem Interesse an der Weiterentwicklung der guten deutsch-polnischen Beziehungen und der Zusammenarbeit im gemeinsamen Europa. Die Gruppe ist im Herbst 2016 entstanden. Der Auslöser zu unserer Entstehung gab die im Mai 2016 von der Europa-Union e.V. in Kassel organisierte Veranstaltung zur Europa-Woche mit dem Hauptthema Polen. Wir sind überparteilich und überkonfessionell.

Unsere Ziele

Ziel unseres Engagements ist die Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen. Wir bemühen uns den Bürgern in Kassel und der Umgebung das Nachbarland Polen mit seinen Menschen, seiner Geschichte und seiner Kultur näher zu bringen. Dies sollte durch Vorträge und Diskussionen zu deutsch-polnischen Themen, durch Lesungen, den polnischen Literaturkreis, Studienreisen und andere Veranstaltungen passieren. Für weitere Vorschläge und Ideen sind wir stets offen.

Kontakt

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailDr. Sebastian Pietrzak (Sprecher des Bürgerforums)

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailKrystyna Götz

Aktuelle Informationen bieten Ihnen die "Polen-Analyse" des Deutschen Polen-Instituts

 


 

Diskussion: Sonntagsgespräche Agnieszka Holland Goethe-Institut Polen

Da wir uns nicht sehen können, bedeutet es nicht, dass es uns als Lesezirkel der Polnischen Literatur  in Kassel nicht gibt. Hiermit sei ein kleiner Beweis dafür geliefert.

Neulich bin ich auf eine interessante Initiative des Krakauer Goethe-Instituts gestoßen : auf die „Sonntagsgespräche“ . Die Partnerinstitution ist das Neue Theater / Theater Nowy in Krakau. 

Begonnen hat die Reihe vor einer Woche. Die Pandemie produziert ANGST. Wie damit umgehen? Darüber und über Solidarität, neue Zukunftsvisionen   sprach ein Krakauer Moderator mit der berühmten Filmemacherin Agnieszka Holland. Kürzlich habe ich Euch auf einen Film von ihr über Beethoven aufmerksam gemacht, den wir dann doch nicht sehen konnten. Das ist eine kleine Wiedergutmachung.

Das Gespräch mit Ihr dauert eine gute halbe Stunde auf Polnisch. ABER mit einer sehr guten  schriftlichen Übersetzung. Diese Kosmopolitin macht sich angesichts der Pandemie viele Sorgen um die Menschheitsfamilie. Sie baut auf die junge Generation. Der Moderator ist hervorragend.

Dieses Gespräch ist im Modus der zurzeit üblichen Video-Koniferen gehalten. Man weiß nicht wo, sich die Kosmopolitin Agnieszka Holland gerade aufhält, in Kalifornien, in Paris oder in Warschau. Das sind Ihre drei beliebten Standorte. 

Hier ist der Link zum Gespräch. Ich wünsche Euch eine gute halbe Stunde.

https://www.goethe.de/ins/pl/de/sta/kra/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=21834127

Bleibt munter und auch gesund

Herzlichst
Krystyna Götz

 


 

Europäische Bürgerreise verschoben

Die ursprünglich für den 30.5. bis 04.06.2020 geplante Bürgerreise nach Polen wurde VERSCHOBEN und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 


 

Am 10. Mai sind Präsidentschaftswahlen in Polen.

Für alle, die sich für die aktuelle politische Situation im Nachbarland Polen interessieren, sei der informativen Beitrag von Jaroslaw Flis, der als Medien- und Journalistikprofessor an der Jagellonen Universität lehrt, empfohlen. Er befasst sich sorgfältig mit den rasenden Ereignissen in Polens Wahlmarathon und versucht die Stimmungen der kontroversen Wählerschaften in Bezug auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Polen einzufangen.

Zusammenfassung

Der amtierende Präsident, Andrzej Duda ist der Kandidat der nationalkonservativen PiS-Partei. Er ist bereits seit einem Jahr im ganzen Lande unterwegs und hat fleißig alle 300 Amtsbezike besucht.Offiziell hat der Wahlkampf aber erst jetzt begonnen.

Die drei Oppositionsparteien treten mit drei Kandidaten an: Für die liberal-konservative Bürgerplattform (PO = Platforma Obywatelska), die politische Heimat von Donald Tusk, kandidiert Małgorzata Kidawa-Blońska, für die gemäßigt konservative Bauernpartei (Polskie Stronnictwo Ludowe) – Władysław Kosiniak-Kamysz, für die Linke hat sich Robert Biedroń, der Chef der Frühlingspartei, aufstellen lassen.

In diesem Kaleidoskop erscheint da noch ein weiterer Kandidat, der keiner Patrei angehört: Szymon Holownia, ein Publizist, und Journalist katholisch-aufgeklärter Orientierung.

Donald Tusk, der kürzlich scheidende EU-Ratspräsident, war DER Kandidat der Oppostionspateien. Zur großen Enttäuschung vieler seiner Anhänger hat sich Tusk jedoch entschlossen nicht für das Amt des Staatspräsidenten zu kandidieren. „Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, nicht als Kandidat anzutreten,... Es brauche einen Kandidaten ohne Ballast unpopulärer Entscheidungen... Ich trage einen solchen Ballast“ so lautet seine Äußerung im Fernsehsender Polsat News und TVN24.

Polens direkt gewähltes Staatsoberhaupt verfügt über sehr viel Macht im Bereich der Verteidigungs- und Außenpolitik als beispielsweise der deutsche Bundespräsident. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, die im Sejm und Senat verabschiedeten Gesetze mit einem Veto zurückzuweisen.

Nun darf man gespannt sein, wie sich die polnische Wählerschaft in den zwei Wahlgängen im Mai entscheiden wird.

Die Polen-Analyse Nummer 251 von Jarosław Flis (Jagiellonen-Universität Krakau) untersucht "Die Parteien nach den Parlamentswahlen. Die politische Szene sortiert sich neu".